Kompetenzzentrum für Medizintechnik Mecklenburg-Vorpommern

Technologie- und Methodenspektrum am IIB e.V.

In Kooperation mit der Universität Rostock verfügt der IIB e.V. über eine umfangreiche Ausstattung, die durch vom Land Mecklenburg-Vorpommern geförderte Investitionen maßgeblich erweitert werden konnte.

Forschungsinfrastrukturen, Geräteausstattung, Technologieplattformen und damit verknüpfte Prozesstechnologien, die im Rahmen der durchgeführten Forschungsarbeiten und vor dem Hintergrund der Bedeutung für die regionale Wirtschaft mit hoher Priorität ausgebaut wurden, bestehen insbesondere auf folgenden Gebieten:

Reinraumlabor

Es besteht ein Reinraumlabor entsprechend der Reinheitsklasse 8 nach ISO 14644 insbesondere für die Entwicklung und Herstellung von pharmakafrei-
setzenden Implantatbeschichtungen, so genannten Drug-Eluting-Beschichtungen, sowie für die Durch-
führung ausgewählter Verarbeitungsprozesse und Produkt- und Materialprüfungen unter Reinraumbedingungen.

GLP-Prüflabor für Biomaterialien nach ISO 10993 an der Universität Rostock

Angeboten werden eine Reihe von in vitro Biokompatiblitätsassays und in vivo Prüfungen im Kleintiermodell, unter anderem zur Bestimmung folgender Parameter: Zytotoxizität | Hämokompatibilität | Pyrogenität | Sensibilisierung | Irritation | Langzeitimplantation | subchronische Toxizität | Abwehrreaktionen | Biodegradation

Mikro- und Nanostrukturanalytik

Ein Schwerpunkt der gerätetechnischen Ausstattung besteht bei der morphologischen Charakterisierung von Biomaterialien und Implantatoberflächen sowie anderer Spezialwerkstoffe und Bauteile. Hierzu können unter anderem folgende Analyseverfahren angeboten werden: Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) | Rasterelektronenmikroskopie (SEM/ESEM) | konfokale Laserrastermikroskopie (CLSM) | Rasterkraftmikroskopie (AFM) | Mikro-Computertomograhie (µ-CT) | Präparationstechnik

Chemische und biologische Analytik

Ausgerichtet auf ein breites Einsatzspektrum wurden folgende Analyseverfahren und Laborausstattungen etabliert: Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) | Gelpermeationschromatographie (GPC) | Infrarotspektroskopie und -mikroskopie (FT-IR) | UV-Vis-Photometrie mit Nanozelle | quantitative PCR | Polyacrylamid-Gelelektrophorese | Agarose-Gelelektrophorese | Local-Control-Assays | Mikrotiterplattenleser für Absorption, Fluoreszenz und Lumineszenz | konfokale Laserrastermikroskopie (CLSM) | Zellkulturlabor | Kühlzentrifugation | Ultraschallhomogenisation

Biomechanische und physiko-chemische Werkstoffprüfung

Zur vielseitigen Bestimmung von Werkstoffparametern können unter anderem die folgenden Prüfverfahren genutzt werden: Zug-, Druck-, Biegeprüfungen und Dauerversuche | klimatisierte Prüfungen | Verwendung physiologischer Prüfmedien in Flüssigkeitsmesszellen | Dynamisch-Mechanische-Analyse (DMA) | Dielektrische Analyse (DEA) | Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) | Rheometrie und Viskosimetrie | Kontaktwinkelmessung

Implantattechnologie

Designoptimierung, Simulation, Prototypenfertigung sowie Werkstoffprüfung und funktionelle in vitro Prüfung sind die Schwerpunkte der etablierten Implantattechnologien. Zur Konstruktion (CAD) und Fertigung (CAM) sowie zur Simulation von Implantaten in Verbindung mit biologischen Geweben mit Hilfe der Finite-Elemente-Analyse (FEA) stehen leistungsfähige Computer-Aided-Engineering-Werkzeuge (CAE) zur Verfügung. Die technische Dokumentation der Entwicklungen, bis hin zur Erstellung von Fertigungsunterlagen, rundet das Spektrum ab.