Pushability, Trackability
Von entscheidender Bedeutung für den Therapieerfolg bei der PTCA bzw. beim Stenting ist die Fähgkeit, den Ballon bzw. den Stent komplikationslos auch in schwer zugängige, enge Stenoseabschnitte plazieren zu können.
Eine objektive Beurteilung dieser auch als Pushabiliy / Trackability / Crossability bezeichneten Kathetereigenschaften ist gerade in der klinischen Praxis aufgrund der sehr unterschiedlichen Einsatzbedingungen nur eingeschränkt möglich.
Daher war es Ziel des am Prüflabor implementierten Verfahrens, einen objektiven Vergleich von Katheter- bzw. Stentsystemen unter standardisierten Meßbedingungen zu ermöglichen.
Der realisierte Prüfaufbau besteht aus einem wasserbefüllten Becken (37°C) in das ein Führungskatheter mit nachgeschalteter Gefäßsimulation platziert ist.
Mittels Linearvorschub wird das auf einem Führungsdraht laufende Kathter-bzw. Stentsystem durch die Gefäßsimulation geschoben. Dabei wird kontinuierlich die dafür erforderliche Kraft gemessen.
Die so gewonnenen Kraft / Weg Kennlinien sind gut geieignet, um die Führbarkeit und Schiebbarkeit unterschiedlicher Katheterfabrikate zu vergleichen, wobei konstruktive Parameter, wie z.b. Reibwerte, E-Modul des Materials, gecrimptes Stentprofil u.s.w einfließen.
Ebenso ist es möglich, nach Integration einer Stenosesimulation in die Gefäßstrecke, die Crossability (Passierbarkeit) des Katheter-bzw. Stentsystems zu beurteilen.




Messung der Pushability/Trackability