InnoDiss - Stentgraft für die minimal-invasive Behandlung von Aortendissektionen Typ A

Projektlaufzeit: 11/2024 bis 10/2027
Das Projekt wird im Rahmen der Fördermaßnahme “Neue Therapieoptionen durch innovative Medizintechnik” aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.
Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Schmitz
Institutsdirektor
Dr.-Ing. Michael Stiehm
Abteilung Forschung und Entwicklung
Institut für ImplantatTechnologie
und Biomaterialien e.V.
Friedrich-Barnewitz-Str. 4
18119 Rostock-Warnemünde
Tel.: +49 (0)381-54345 601
E-Mail: schmitz@iib-ev.de
http://www.iib-ev.de
Die akute Typ-A Aortendissektion (ATAAD) zählt zu einer der dramatischsten Erkrankungen in der Notfallmedizin und stellt einen akuten lebensbedrohlichen Notfall dar. Bei der ATAAD kommt es zu einer großflächigen Aufspaltung (Dissektion) und Ablösung der inneren Wandschicht der Aorta. Ohne chirurgische Behandlung versterben die Patient:innen innerhalb weniger Stunden bis Tage nach dem Auftreten erster Symptome, da ganze Organsysteme, z.B. die Nieren, von der Blutversorgung abgeschnitten werden.
Die derzeitige Behandlungsmethode sieht einen offen-chirurgischen Eingriff unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine vor, die eine Hochrisikooperation darstellt und für eine hohe Belastung der Patient:innen sorgt. Für Patient:innen mit schweren Vorerkrankungen, die eine Notfalloperation an offenen Herzen nicht überleben würden, gibt es faktische keine Behandlungsoption.
Ziel dieses Projektes ist es daher, ein Konzept für innovativesStentsystem zur minimalinvasiven Therapie der Typ-A Dissektion (InnoDiss) zu erforschen und zu entwickeln, um zukünftig eine schnelle und schonende Therapiealternative für den Notfalleinsatz bereitzustellen. Dies erspart die Operation am offenen Herzen, gibt Hochrisiko-Patient:innen überhaupt erst eine Therapiemaßnahme und verringert die einhergehende Gefahr intra- und post-operativer Komplikationen wie Blutungen, Schlaganfälle, Nierenversagen und neurologische Schäden. Insgesamt bedeutet dies für die Patient:innen eine schnelle Genesung und somit auch eine Entlastung des Gesundheitswesens.
Partner sind das Unternehmen VISAMED GmbH (Projektkoordinator) sowie das Deutsche Herzzentrum der Charité.
